STEVEN INFERNO
STEVEN INFERNO
Kopf
Lyrik: Amok
Das Gedicht "Amok" schrieb ich, als ich mir Gedanken über die Amokläufer von Liddleton machte und zu verstehen versuchte, wie jemand die Meinungen und Handlungen einiger (Mit-)Schüler derart wichtig nehmen kann, dass er letztendlich ausrastet. Weiterführende Gedanken hierzu, könnt ihr unter "Wahrheiten" nachlesen.

Amok

Die Augen voller Zorn,
voller Wut,
der Kampf ist nicht verloren;
ja es geht mir gut.
Diese Maden um mich rum,
sie versammeln sich,
dann kichern sie so dumm,
und verarschen mich.

Doch sie wissen nicht was gleich passiert.
Jedes grinsende Gesicht wird terminiert.
Immer war ich der Verlierer,
immer wurd' ich hintergangen,
bald bin ich der Sieger,
Jugdement Day hat angefangen.

Alle flehen um ihr Leben,
lachen tut jetzt keiner mehr,
als wären sie je lebenswert gewesen,
als waren sie je zu mir fair.
Ich bring sie um,
einfach alle - wirklich alle,
und sie denken nur: "Warum...
warum nur diese Todesfalle?"

Meine Seele wurd' von euch geschunden,
und mein Stolz auf tiefste stets verletzt.
Jetzt ist die Menschlichkeit verschwunden,
warum seid ihr denn entsetzt?
Meine Geduld ist nun zu Ende,
Wahnsinn funkelt in den Augen,
denn nun kommt die große Wende,
ihr wolltet mir nie glauben.

Die Augen voller Hass,
voller Wut,
bereit zum Aderlass?
Ich brauche Blut,
weil die Welt zum Himmel stinkt,
weil ich stets das Opfer war
und weil die Menschen wertlos sind,
wird meine Rache wunderbar.

Sirenen heulen auf der Strasse,
doch die Maden sind schon tot.
Ich weiß, dass ich nun die Welt verlasse,
denn einst wie Robert sah ich rot.
Niemand kann hier noch was retten,
zieh ich gleich an dieser Lasche,
denn ihr könnt darauf wetten,
sie gehört zum TNT in meiner Tasche.

Niemals kam ihnen in den Sinn,
niemals dachten sie daran,
dass ich echt verzweifelt bin
oder zu was ich fähig sein kann.
In meinen Händen das Metall,
in meinem Kopf nur ein Gedanke,
ich trete ab mit lautem Knall
und sag dem Teufel in mir danke.